Rückblick 2020

Nach zwei Trainingslager auf Mallorca und Gran Canaria stand die Saison 2020 bevor und ich in den Startlöchern. Kurz vor meinem ersten Rennen in Frankreich, rückte aber alles wieder in weite Ferne und es war nicht klar, wann und ob wir dieses Jahr wieder Rennen fahren würden. Den Grund dafür kennen wir alle ...

Anstatt Rennen zu fahren, ging der Trainingsalltag weiter. Obwohl man nie wusste, was nun kommen würde und die für mich wichtigen Events laufend abgesagt wurden, war ich die ganze Zeit sehr motiviert fürs Training. Auch blieb mehr Zeit für lange Touren, wobei ich auch viele neue Trails und Routen entdecken durfte. Etwas dass in einer vollen Rennsaison manchmal ein wenig zu kurz kommt.

Im Juni war es dann endlich soweit, mit dem Mittenbergrennen startete für mich die Saison 2020. Obwohl mir dieses Rennen nicht unbedingt liegt und ich da auch nie wirklich gut gefahren bin, war die Freude darauf riesig. Auch wenn es nur ein paar wenige Minuten Vollgas den berghoch waren, machte es einfach richtig Spass, denn das lange Warten hatte endlich ein Ende.

Es folgte die Bündner MTB Meisterschaft in Obersaxen, hier konnte ich als dritter Bündner über die Ziellinie fahren. Eine Woche später reiste ich für den Proffix Swiss Bike Cup nach Leukerbad, nach einem Kettenriss, bereits im ersten Anstieg, war das Rennen für mich dann aber leider gelaufen.

Durch die Absagen der grossen Rennen war es in diesem Jahr auch wieder einmal möglich, am Radbergrennen Andeer-Juf zu starten. Das war zudem auch der letzte Formcheck, vor dem Swiss Epic.

Das Swiss Epic zusammen mit Partner Lukas Winterberg, war definitiv mein Saisonhighlight. Natürlich lief nicht immer alles optimal wir hatten einige Defekte zu beheben und auch leistungsmässig hatte ich diese Woche immer wieder Einbrüche, doch als gut harmonierendes Team konnten wir uns gegenseitig unterstützen und ergänzten uns perfekt. So konnten wir diese Woche auf Rang 20 in einem stark besetzten internationalen Feld beenden.

Die beiden nächsten Rennen, Schweizermeisterschaft in Scuol und O-Tour in Alpnach, liefen dann leider nicht wie gewünscht. Ständige Müdigkeit und keine Power, liessen keine gute Platzierungen zu. Ich brauchte dieses Jahr länger als erwartet um mich vom Swiss Epic zu erholen.

Nun hoffte ich noch auf einen guten Saisonabschluss am UCI Marathon in Ornans (F). Und so kam es auch, ich fühlte mich wieder frisch und konnte meine gewohnte Leistung abrufen. Der Ausgang dieses Rennens, war jedoch ein anderer, durch Fehlleitung verlor ich über eine Stunde an Zeit und so war meine gute Platzierung weg.

Klar niemand möchte die Saison so beenden, doch zumindest wusste ich, dass die Durststrecke vom September vorbei war. Aber zu einem speziellen Jahr gehört vielleicht auch ein spezieller Abschluss ;-)

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